Es ist heutzutage nicht schwer, eine eigene Website zu erstellen. In nur wenigen einfachen Schritten und ohne ein einziges Wort Code zu lernen, können Sie mit intuitiven Website-Buildern Ihre Onlinepräsenz innerhalb weniger Minuten einrichten. Das Erstellen einer Website beinhaltet jedoch auch Regeln und Bestimmungen, an die Sie sich halten müssen. Ansonsten riskieren Sie gerichtliche Abmahnungen und im schlimmsten Fall saftige Geldstrafen. Kennen Sie Ihre urheberrechtlichen Rechte? Wie sieht es mit Ihrer Verantwortung zur Verhinderung von Plagiaten aus? Und kennen Sie alle weitreichenden gesetzlichen Vorschriften für die Informationssicherheit und das Cyberrecht die auf Sie zutreffen?

Wenn Ihre Website gedeihen soll, sollten Sie sie regelmäßig mit neuen Inhalten aktualisieren. Hierbei müssen Sie die Veröffentlichung von plagiarisierten Texten unbedingt vermeiden. Sie können kreative und professionelle Redakteure einstellen, die entweder authentische Inhalte generieren oder vorhandene Inhalte neu umschreiben, um sie einzigartig zu machen.

Wenn Sie auf Ihrer Website Bilder veröffentlichen, die nicht Ihre eigenen sind, müssen Sie möglicherweise bestimmte Lizenzen beantragen, um diese Inhalte rechtmäßig verwenden zu können. Dies dient dazu, Plagiate zu verhindern, Talente anderer anzuerkennen und ihre Arbeit zu würdigen. Für einige Bilder müssen Sie beispielsweise eine Erlaubnis einholen, bevor Sie sie verwenden können. Bei kostenlos verfügbaren Bilder gibt es oft recht genaue Vorgaben zu welchen Zwecken sie verwendet werden dürfen und wie sie gekennzeichnet werden müssen, um auf den Urheber zu verweisen.

Außerdem müssen Sie Ihre Benutzer darüber informieren, ob Sie auf Ihrer Website Tracking-Cookies verwenden.
Wenn Sie Ihre Benutzer nicht über diese Aktivität informieren, erhalten Sie möglicherweise einen Abmahnung und müssen im schlimmsten Fall eine Geldstrafe zahlen.

Ein fehlendes oder unzureichenden Impressum, ist einer der häufigsten Gründe, aus denen Website-Inhaber abgemahnt werden. In Deutschland ist die Angabe des Impressums für alle Webseiten verpflichtend. Das Impressum muss dabei so eingebunden sein, dass es von jeder Seite Ihrer online Präsenz aus mit einem Klick erreichbar ist. Es muss außerdem Ihre vollständigen Kontaktinformationen bereitstellen. Diese bestehen aus Vorname und Nachname des Geschäftsinhabers, Firmenname, Rechtsform des Unternehmens, Name des Geschäftsführers oder Vertretungsberechtigten des Unternehmens, Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer des Unternehmens. Die Angabe eines Postfachs ist hierbei nicht zulässig.

Die Datenschutzrichtlinie eine der wichtigsten gesetzlichen Anforderungen an jede Website. Diese Richtlinie legt eindeutig fest, wie Sie die Daten Ihrer Besucher verwenden und schafft somit Transparenz. Datenschutz ist nicht nur ein wesentlicher Teil der gesetzlichen Bestimmungen in den meisten Ländern, sondern hilft auch, Vertrauen bei Ihren Besuchern aufzubauen. Ihre Datenschutzerklärung sollte zumindest die folgenden Punkte umfassen:

  1. Eine Erklärung der gesammelten Informationen und deren Verwendung.
  2. Informationen, wie Personen auf zuvor gesammelte Informationen zugreifen und diese ändern oder sich von Mailinglisten abmelden können.
  3. Informationen darüber, wie Sie Besucher über Änderungen in Ihrer Datenschutzerklärung informieren
  4. Eine Aussage zu Altersbeschränkungen.
  5. Eine Erklärung dazu, wie Sie Ihre gesammelten Informationen weitergeben.

Wenn Sie E-Mail-Marketing-Software oder Zahlungssoftware von einem Dritten verwenden, geben Sie die Informationen Ihres Kunden an einen Dritten weiter. Ein vertrauenswürdiger Dritter ist immer noch ein Dritter. Vergewissern Sie sich also, dass Sie dies in Ihrer Datenschutzerklärung erwähnen.

Die Seite mit Ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen ist eine der wichtigsten Seiten Ihrer gesamten Onlinepräsenz. Obwohl dies in einigen Ländern gesetzlich nicht unbedingt erforderlich ist, sollten Sie die allgemeinen Geschäftsbedingungen auf Ihrer Website hinzufügen, um auf der sicheren Seite zu sein. Diese Seite erweist sich als vorteilhaft, wenn es darum geht, Ihre Verantwortung einzuschränken, falls ein Kunde Sie vor Gericht bringt. Wenn Sie auf Ihrer Website über eine Seite mit den allgemeinen Geschäftsbedingungen verfügen, können Sie hier auch Ihr Recht auf die Inhalte sichern, die Sie auf Ihrer Website veröffentlicht haben.

Haftungsausschlüsse sind wie vereinfachte Versionen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Sie werden besonders auf Websites verwendet, auf denen viele von Benutzern kreierte Inhalte vorhanden sind, die nicht von den Website-Inhabern moderiert werden oder auf Websites, auf denen Links zu externen Seiten bestehen. Ein Haftungsausschluss besagt im Wesentlichen, dass der Inhaber der Website nicht für den Inhalt der Kommentare oder Links verantwortlich ist.

Wenn Ihre Website Online-Transaktionen enthält, müssen Sie besonders auf Sicherheit und zusätzliche Vorschriften achten. Stellen Sie sicher, dass Sie alle Daten, die zwischen Ihrer Website und den Computern Ihrer Besucher übertragen werden, mit SSL verschlüsseln. Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie nur ein zuverlässiges Zahlungssystem verwenden, um in Zukunft unnötige Probleme zu vermeiden. Ein SSL-Zertifikat verschlüsselt Daten, die ein Benutzer in Ihre Website eingibt, sodass sie sicher von seinem Browser zu Ihrem Webserver gelangen. Kreditkarten und Sozialversicherungsnummern sind zwei der wichtigsten Arten von sensiblen Daten, für die ein SSL-Zertifikat erforderlich ist. Google ist jedoch sogar der Ansicht, dass alle auf Ihrer Website übermittelten Daten mit einem SSL-Protokoll geschützt werden sollten. Sie können leicht feststellen, ob Ihre Website über ein SSL-Zertifikat verfügt, indem Sie nachschauen, ob die URL der Website, wenn Sie sie in Ihren Browser eingeben mit HTTP oder HTTPS beginnt. Wenn eine Seite mit HTTPS in Ihrem Browser geladen wird, verfügt Sie über eine SSLSicherung.